Die Fachreferent*innen der Universitätsbibliothek der TU Berlin verstehen sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Bibliothek: Sie erkennen fachliche Informationsbedarfe, sichern eine bedarfsorientierte Literaturversorgung, erschließen und präsentieren Bestände und sind erste Anlaufstelle für Forschende, Lehrende und Studierende ihrer jeweiligen Fächer. Sie tragen Rückmeldungen aus den Fächern in die Bibliothek, unterstützen Open Science und wirken in Schulungen, Gremienarbeit und der Ausbildung von Referendar*innen mit.
Warum war eine Umstrukturierung der Fachreferate notwendig?
Die Aufgaben des Fachreferats entwickeln sich stetig weiter. Zu den klassischen Aufgaben wie Erwerbung und Sacherschließung kommen neue Themen wie Automatisierung, KI, Open Science und forschungsnahe Dienste bei gleichbleibend knappen Personalressourcen. Vor diesem Hintergrund starteten die Fachreferent*innen der Universitätsbibliothek Ende 2024 einen Strategieprozess mit dem Ziel, ihr Selbstverständnis zu klären, Schwerpunkte zu setzen und ihre Rolle als Impulsgeber*innen zu stärken.
Wie lief der Änderungsprozess?
Den Auftakt bildeten drei extern moderierte Workshops, in denen Rollenbilder, Erwartungen und zukünftige Anforderungen gesammelt, priorisiert und in Arbeitsaufträge übersetzt wurden. Anschließend arbeitete das Fachreferatsteam in regelmäßigen Strategietreffen weiter und konkretisierte neue Aufgabenprofile, Prozesse und Kommunikationswege, die nun schrittweise in den Arbeitsalltag überführt werden.
Zentrale Ergebnisse der Neuausrichtung
Ein gemeinsam formuliertes Selbstverständnis beschreibt das Fachreferat als „Visitenkarte der Universitätsbibliothek“ und die Fachreferent*innen als verlässliche, zukunftsgewandte Expert*innen, die exzellente Forschung und Lehre durch ein passgenaues Informationsangebot unterstützen und Open Science aktiv fördern. Parallel wurden Aufgaben neu justiert: Ein aktualisiertes Erwerbungsprofil und optimierte Geschäftsgänge (Aussonderung, Umgang mit reparaturbedürftigen Büchern, Neuauflagenprüfung, Verlustbearbeitung) sollen das Fachreferat entlasten, indem mehr Routinetätigkeiten im Geschäftsgang gebündelt werden. Inspiriert vom Konzept Fachreferat+X sind ein zentrales Element der Umstrukturierung thematische Tandems, in denen jeweils zwei Fachreferent*innen strategische Zukunftsfelder wie Sacherschließung, KI, Open Science, Teaching Library, Automatisierung, Bestandspräsentation, Datenanalyse, User Experience und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam vorantreiben. Gleichzeitig wurde das Meeting- und Kommunikationsmodell erneuert: Als zentrales Austauschformat findet die Team-Besprechung nun zweimal monatlich in Präsenz statt und arbeitet mit stärkerem Fokus auf Austausch, Kleingruppenarbeit und der Einbindung weiterer Bereiche der Bibliothek.
Ausblick
Ab 2026 werden die Tandems sowie die weiteren erarbeiteten Maßnahmen schrittweise im Arbeitsalltag des Fachreferats verankert. Die Umsetzung wird regelmäßig evaluiert und angepasst, um die Arbeit der Universitätsbibliothek bestmöglich zu unterstützen.
Die Fachferent*innen der UB der TU Berlin


